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Erlebnisbericht einer Schülerin

 

"Sali zäme, ich bin der Stefan und mir säged alli du", begrüsst uns ein Fluglehrer. Bei seinen folgenden Worten über das heutige Programm und ein wenig Wetterkunde beginne ich mich langsam wohler zu fühlen. Die Art und Weise, wie Stefan vom Fliegen spricht, vermittelt mir eine Begeisterung und Liebe zu diesem Sport, die mich ansteckt und meine Bedenken verschwinden lässt. Nachdem wir die Ausrüstung gefasst haben, besprechen wir am Übungshang noch kurz das Ziel für jeden einzelnen. Jetzt schleicht sich doch wieder ein leichter Zweifel in meinen Kopf: Werde ich wirklich diesen Hang hinunter rennen und fliegen?

Zusammen mit zwei Kolleginnen habe ich mich zu einem Schnuppertag angemeldet. Mit Herzklopfen sitzen wir am Übungshang. Werden wir es schaffen, mit diesen Tüchern in die Luft zu gehen?

"Ränne, ränne!"... und schon spüre ich, wie mich der Schirm wegzieht... ich fliege !

Während die Fortgeschrittenen selbständig ihre Schirme am Starthang auslegen, beginnt unsere kleine Gruppe Schnüppeler mit dem Kennenlernen und Ausbreiten des Schirmes, sowie den ersten Erklärungen über den Startablauf. Noch bevor wir mit unseren Startübungen beginnen können, melden sich die ersten Fortgeschrittenen, indem sie, für uns alle hörbar, den Startcheck sprechen. Nach dem Okay von Stefan geht's los: Drei Schritte, und schon schweben sie teils ruhig, teils jauchzend über unseren Köpfen den Hang hinab. Jetzt ist meine Angst endgültig weg und ich will nur noch fliegen! Die nächste halbe Stunde verbringen wir jedoch mit Laufübungen, wobei wir schon leichte Kurven steuern und der Schirm uns bereits kräftig in die Lüfte ziehen will...

 

Der grosse Moment ist da !

 

Beruhigend spricht Stefan mit jedem Einzelnen nochmals den 5-Punkte-Check durch und - weiss der Teufel wieso! - Er wählt mich aus allen Schnüppelern, um den ersten Flug zu machen. Uhhh! "Gurtenkontrolle, Flugraum frei"... ein paar Schritte, die Arme schön gestreckt, jetzt steht der Schirm schon über mir... Der Flug dauert eine "Ewigkeit", scheint es mir, dabei bin ich nie höher als 2 bis 3 Meter über Grund "chum ächli nach links, schööön und jetzt durezieh"... Vor lauter Aufregung befolge ich die letzte Anweisung ein bisschen zu spät... und die Landung erfolgt etwas unsanft auf dem Bauch. Wau... Super...lässig...!

 

Meine Freude ist grenzenlos!!!

 

In den nächsten 2 Stunden fliege ich nochmals 7 oder 8 Mal, und jedes Mal klappt's besser. Meinen Freundinnen geht es genauso, alle sind begeistert! Beim Zusammenpacken unserer Schirme beobachten wir, wie zwei Fortgeschrittene ihre Abschlussflüge machen. Selbständig, ohne dass ein Fluglehrer helfen muss, fliegen sie im leichten Aufwind, machen diverse Aufträge, um anschliessend mit einer für unsere Begriffe superschönen Landung ihre Grundausbildung zu beenden.

Bei der Schlussbesprechung in der nahen Gartenwirtschaft weiss ich trotz der Grasflecken auf meinen Hosen: Das war sicher nicht das letzte Mal !

                                        

                                                                         Isabelle

 

 

 

 

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